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Photo: Viola CantĂş
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Photo_ Viola CantĂş
Photo_ Miriam Weisz

Dieses Tanzstück ist inspiriert von dem Werk des mazedonischen Dichters und Sprachwissenschaftlers Blaze Koneski. Er war eine zentrale Figur bei der Standardisierung der modernen mazedonischen Sprache und gilt als einer ihrer wichtigsten „Architekten“, da er maßgeblich an Grammatik, Rechtschreibung und literarischer Entwicklung beteiligt war. Seine Arbeit ist eng mit Fragen von Identität, Kultur und sprachlicher Selbstbestimmung verbunden.

Ausgangspunkt unseres Stücks ist sein Gedicht „Das Wort“, in dem Sprache als starkes Symbol für Erinnerung, Zugehörigkeit und kulturelle Identität erscheint. Das „Wort“ steht dabei nicht nur für Kommunikation, sondern für das, was ein Volk verbindet und über Generationen hinweg trägt.

Inspiriert von Blaze Koneski und seinem Gedicht „Das Wort“ entsteht ein Tanzstück, das Sprache als Ursprung von Identität begreift.
Am Anfang herrscht Stille und Fragmentierung – einzelne Körper bewegen sich isoliert, als hätten sie ihre Stimme verloren.
Nach und nach entstehen erste „Worte“ durch Bewegung, kleine Gesten verbinden sich und entwickeln eine gemeinsame Dynamik.

 

In unse​rem Tanz greifen wir diese Idee auf: Wir zeigen, wie Identität aus Fragmenten entsteht, wiei sich einzelne Körper durch „Worte“ – also Bewegung – verbinden und eine gemeinsame Sprache entwickeln. Gleichzeitig thematisieren wir die Zerbrechlichkeit dieser Identität, wenn Sprache verloren geht oder verfälscht wird. Am Ende entsteht ein kollektiver Ausdruck, der zeigt, dass Identität im Zusammenspiel von Körper, Erinnerung und „Wort“ lebendig bleibt.

Der Tanz wächst zu einem kollektiven Ausdruck, in dem Sprache als Träger von Erinnerung und Kultur sichtbar wird.
Konflikte und Spannungen zeigen, wie zerbrechlich Identität ist, wenn das „Wort“ verzerrt oder unterdrückt wird.
Im Höhepunkt finden die Tänzer*innen zu einer gemeinsamen Bewegungssprache, die Zusammenhalt und Selbstbestimmung ausdrückt.
Am Ende bleibt ein klares Bild: Identität lebt im „Wort“ – und im Körper, der es trägt und weitergibt.

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​Referenz: https://zentralratdermakedonen.de/gedichtband-blaze-koneski-unter-dem-weissen-kalkstein-der-tage-1986-uebertragungen-und-nachwort-von-matthias-bronisch/

 

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Photo: Miriam Weisz

Das Stylingkonzept inspiriert von Blaze Koneski und seinem Gedicht „Das Wort“ verbindet traditionelle mazedonische Elemente mit zeitgenössischem Tanz. Hautfarbene Bodys stehen für Ursprung und Verletzlichkeit, während leicht fließende schwarze Röcke mit traditionellen gehäkelten Details Erinnerung und kulturelle Identität symbolisieren. Die gehäkelten Muster erinnern an Blumenformen und stehen für Wachstum, Erinnerung und kulturelle Wurzeln. Geflochtene Wollgürtel und Stoffbahnen in Lila stehen für Neuanfang, Kreativität und Verbindung. Rote Wollfäden in den geflochtenen Haaren symbolisieren Herkunft und das Weitertragen von Erinnerung über Generationen. Im Verlauf des Stücks entwickeln sich die zunächst isolierten Körper durch Bewegung und textile Verbindungen zu einem gemeinsamen, kollektiven Ausdruck.

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